Wohnhäuser am Krühbusch

Du stehst vor den Wohnhäusern des BOB CAMPUS. Hier im Krühbusch wohnten schon Beschäftigte der Textilfabrik Bünger Oberbarmen. Neu sind unterschiedlichen Wohnformen, die heute hier möglich sind.

Die beiden Wohnhäuser aus der Gründerzeit auf dem Gelände des BAB CAMPUS wurden als Betriebswohnungen für die Angestellten der Textilfabrik Bünger genutzt. Wohnen und Arbeiten am gleichen Ort – das war damals normal. Heute entdeckt man die Vorteile wieder: Das Quartier ist rund um die Uhr lebendig.

Etwas ist heute aber anders: Es wohnen ganz vielfältige Menschen in unterschiedlichen Gemeinschaften in den 11 Wohnungen, die bei der Sanierung entstanden sind – ältere Paare, große und kleine Familien, eine Wohngemeinschaft. Für passenden und bezahlbaren Wohnraum sorgen auch die Barrierefreiheit der Wohnungen und die Wohnraumförderung für acht der Wohneinheiten. 

Wohnen in der Gemeinschaft – Bauen mit dem Bestand

Zwischen den beiden Wohnhäusern liegt der neue Krühbusch-Hof mit einem Nachbarschaftswohnzimmer in der alten Bleigießerei. Hier haben die Bewohnerinnen und Bewohner einen eigenen Ort und Raum für Gemeinschaft, den sie nach ihren eigenen Vorstellungen gestalten können.

Während die Grundrisse durch das Zusammenlegen und Teilen von Wohnungen stark verändert wurden, blieb das Äußere der Gründerzeithäuser mit den Stuckfassaden erhalten – auch mit den Spuren, die die Zeit hinterlassen hat. Dadurch bleiben sie ein stimmiges Teil des Straßenbildes und man sieht, dass die Häuser schon viel erlebt haben. 

Auch im Inneren wurde möglichst viel erhalten, beispielsweise die alten Treppenhäuser und die historischen Kassettentüren in den Wohnungen. Was erhalten wird, muss nicht neu gebaut werden. Das spart vor allem Rohstoffe und CO2, das bei der Herstellung neuer Baustoffe entsteht.

Durch die Restaurierung alter Bauteile waren die Arbeiten etwas aufwendiger. Sie wurden im Rahmen einer Qualifizierungsmaßnahme der Gesellschaft für berufliche Aus- und Weiterbildung (GBA) Wuppertal durchgeführt. Damit begann die gemeinwohlorientierte Idee des Campus für alle schon während der Bauphase.

»Durch die Arbeit der Gruppe der GBA konnten alte Bauteile und mit ihnen der Charakter der Gebäude erhalten bleiben. Danke für die tolle Leistung.«

Ranghild Klußmann, Architektin
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